Dr. Katerina Vatsella
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Kunstvermittlung

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Kunstgeschichte-Seminar
Teil IX: Das 20. Jahrhundert nach 1945

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann sowohl in Europa als auch in den USA in der Kunstwelt eine neue Ära. Anders als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Europa der Ort gewesen war, an dem Avantgardebewegungen und neue Kunstrichtungen ihren Anfang genommen haben, wurden nach 1945 auch die USA zu einem wichtigen und einflussreichen Kunstzentrum.

Maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt waren auch Künstler aus Europa, die während der Nazidiktatur in die USA emigriert waren. Abstrakte Kunst beidseits des Atlantik – der abstrakte Expressionismus in den USA und das Informel in Europa – beherrschte zunächst die Kunstszene und wurde als eine Art neuer „Weltsprache“ der Kunst gesehen und gefeiert.

Doch das Pendel schlug bald um und eine neue Form der Gegenständlichkeit kam auf: die Pop Art, die sich am Alltag und der Welt des Konsums und der Werbung orientierte und die Neuen Realisten, die die Wirklichkeit in ihre Kunst ganz konkret mit einbezogen, indem sie Alltagsgegenstände zu Kunstwerken gestalteten. Bald entwickelte sich wieder eine Gegenbewegung, die Minimal Art und die Konzeptkunst brachten eine fast asketische Konzentration auf das Wesentliche. Die Neuen Wilden befriedigten etwas später dagegen wieder den „Hunger nach Bildern“, Gegenständlichkeit und expressive Malweise waren wieder gefragt. So kam die Abfolge von teils parallelen, oft gegenläufigen Kunstrichtungen in immer kürzeren Abständen auf, eine Tatsache, die auch auf die neuen Möglichkeiten der Information zurückzuführen ist. Durch Joseph Beuys „Erweiterung des Kunstbegriffs“ sollten erneut, auf andere Art und Weise, die Grenzen zwischen Leben und Kunst aufgehoben werden.

Das Verwischen der Gattungsgrenzen, der Einsatz des eigenen Körpers als Medium und schließlich neue technische Möglichkeiten wie die Entwicklung der Videokamera und des Computers sorgten schließlich für ganz neue Formen schöpferischer Äußerungen.

Jeweils Termine, Kosten und Anmeldung: siehe Aktuelles

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Kunstsgeschichte-Seminar
Teil VI: Der Realismus

Mit Realismus bezeichnet man in der Kunst des 19. Jahrhunderts in Europa eine Kunstauffassung, in der die Maler ihre Themen und Motive ausschließlich in der sichtbaren Welt und dem Alltag suchten. Sie entwickelte sich als Reaktion auf die idealisierende und historisierende Kunst der vorangegangenen Strömungen des Klassizismus und der Romantik. Dazu gehörte auch die Abkehr von der klassischen Ateliermalerei und das Zeichnen und Malen im Freien, ein Anliegen vor allem der so genannten Schule von Barbizon um 1850. In Frankreich sind damit die Namen besonders von Courbet, aber auch von Millet oder Daumier verbunden.

In Deutschland werden zu den Realisten Maler wie Menzel, Leibl oder von Uhde gezählt, ebenso kann man das Frühwerk der deutschen Impressionisten dazu zählen. Der Begriff Realismus wird im 20. Jahrhundert aber auch als übergeordnete Bezeichnung für verschiedene, realistisch-figürliche Strömungen internationaler Kunst verwendet, so dem Verismus bzw. der Neuen Sachlichkeit zwischen den Weltkriegen, dem Sozialistischen Realismus seit den 1930er Jahren, dem Neorealismus oder dem Fotorealismus in den 1960er und 1970er Jahren.

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Das 20 Jahrhundert, Teil VI: Kunst und Alltag – Pop Art, Aktionskunst, Neuer Realismus

Nach der großen Welle der Abstraktion, die die Kunstszene vor und nach dem Zweiten Weltkrieg beherrschte, schlug das Pendel um und eine neue Form der Gegenständlichkeit kam auf: Pop-Art, die in den späten 1950er Jahren in England und den USA parallel entstanden ist. Alltägliche, triviale Motive waren in den Bildern, Zeichnungen und Grafik der Pop-Art zu sehen; sie orientiert sich stark an Werbetafeln, Konsumgütern und weiteren Aspekten des Großstadtlebens. Die Welt des Supermarktes und der Massenproduktion, Comics, strahlende Stars und Alltagsfiguren inspirierten die Pop-Künstler, die eine Verknüpfung von Kunst und Alltag, Kunst und Realität suchten.

Fluxus und Happening werden als Formen der Aktionskunst gesehen, die ungefähr zeitgleich ebenfalls gegen tradierte Kunstformen war und Kunst und Leben verbinden wollte. Alltägliche, triviale Dinge, Handlungen und Materialien sind für die Aktionskunst kennzeichnend, die nicht nur nach neuen Ausdrucksformen suchte sondern auch den Kunstbetrieb bzw. den Kunstmarkt unterminieren wollte. Auch die „Nouveaux Réalistes“ um den Kunstkritiker Pierre Restany in Paris gehörten zu Beginn der 60er Jahre zu den Künstlern, die Kunst und Realität verbinden und Kunst als Teil des Alltags begründen wollten. Arman, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Niki de Saint Phalle, Villeglé u.a. führten in neuene Techniken, wie Collage, Assemblage oder Décollage reale Gegenstände in das Kunstwerk ein und trugen so maßgeblich zur Entwicklung der Objektkunst bei.

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Das 20. Jahrhundert, Teil III: Surrealismus und Dada

Im Jahr 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, formierte sich in Zürich um Hugo Ball, Tristan Tzara, Hans Arp und anderen eine künstlerische Reformbewegung, die internationale Verbreitung fand: Die Dada-Bewegung. Sie klagte durch gezielte Provokation und Absurdität die Sinnlosigkeit des Krieges, den Nationalismus und die Obrigkeitsgläubigkeit des Bürgertums an und stellte den Rationalismus, den Werteverfall der Gesellschaft aber auch die etablierte Kunst und Kultur in Frage. Es bildeten sich von Zürich aus weitere Zentren und zwar in New York, Barcelona, Berlin, Köln und Paris. Es wurden Dada-Zeitschriften gegründet und Dada-Manifeste geschrieben, Dada-Versammlungen und Aktionen durchgeführt. Obwohl sich die Bewegung zu Beginn der 1920er auflöste, gingen von Dada bedeutende Impulse auf die Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zur heutigen zeitgenössischen Kunst aus.

U.a. hatten die Dadaisten Tristan Tzara und Francis Picabia „Dada Paris“ angeregt, aus dem der Surrealismus um den Literaten André Breton hervorging. Breton veröffentlichte 1924 das „erste surrealistische Manifest“, das zweite folgte 1929, kurz vor der Auflösung auch dieser Bewegung. Ähnlich wie bei Dada war diese Bewegung eine provozierende, rebellische, und stellte sich gegen die aus ihrer Sicht verlogenen Werte der Bourgeoisie. Sie war auch keine nur bildnerische Bewegung, sondern vereinte Persönlichkeiten aus vielen kreativen Bereichen, Schriftsteller und Dichter genauso wie Filmemacher oder bildende Künstler, was Namen wie Paul Eluard, Louis Bunuel, Max Ernst, oder Salvator Dalí zeigen. Die Befreiung der Vernunft von den Einschränkungen des logischen Denkens durch die Dada-Bewegung, unterstützt durch die Theorien von Sigmund Freud bildeten den Hintergrund surrealistischen Schaffens, in dem das Unbewusste, das Traumhafte und Absurde zum Ausdruck kommen sollten.

Jeweils Temine, Kosten udn Anmeldung: siehe Aktuelles

 

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Kunstgeschichte-Seminar
Die Kunst des Barock

Termin 1: Das Zeitalter des Barock - Ein Überblick
Termin 2: Gattungen und Themen barocker Malerei
Termin 3: Barocke Malerei in der Kunsthalle Bremen und den Kunstsammlungen Böttcherstraße
Termin 4: Das Stillleben - eine barocke Spezialität

Jeweils Termine, Kosten und Anmeldung: siehe Aktuelles

Pieter Claesz, Stilleben, 1647, Kunsthalle Bremen