Dr. Katerina Vatsella
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Ausstellungen

BLG Logistic group AG & Co.KG
Bremen

Joachim Pohlenk
Malerei und Fotografie

In seiner Arbeit lässt sich Joachim Pohlenk von Gefühlen und Stimmungen, von Eindrücken und Assoziationen leiten. Trotzdem ist seine Art Kunst zu machen überlegt und bewusst. Der Maler knüpft gerne an Themen und Motive der Kunstgeschichte an, sowohl inhaltlich als auch formal. In vielen seiner Bilder finden sich Motive alter Meister wie Breughel, Goya oder Hogarth, einzeln oder vermischt mit solchen von anderen Künstlern oder mit neuen, eigenen Bilderfindungen. Es ist eine dichte, manchmal spröde, meist jedoch sehr poetische, fröhliche und farbenreiche Malerei, die dabei entsteht, mit einer beeindruckenden Vielfalt an Bildideen und Nuancen des Ausdrucks.

Den Zufall setzt Joachim Pohlenk bewusst als Gestaltungsmittel ein. Besonders deutlich wird dies in seinen Fotografien, die er oft auf Reisen macht. Durch spontane, jedoch gezielt eingesetzte Doppelbelichtungen von Aufnahmen lässt er geschickt Motivschichtungen entstehen, die das Gesehene mal unterstreichen und mal poetisch verschleiern. Diese Verschränkung von unterschiedlichen Ebenen führt in seinen Fotoaufnahmen zu flüchtigen optischen Ergebnissen, die, obwohl sie der Realität entstammen, ebenso phantastische Räume eröffnen, wie seine gemalten Bilder.

OMNILAB
Kunst im Labor

Gisela Winter

März bis August 2022

Bilder aus der umfangreichen Serie „Kittelschürzen“ bilden den Schwerpunkt dieser Ausstellung von Gisela Winter. Auf dem ersten Blick erinnern diese in der Regel quadratischen, 80 x 80 cm großen Bilder, an naive und folkloristische Malerei. Es sind farbintensive, bunte Kompositionen von stark dekorativem Charakter, in denen ganz viel passiert. Ihren Ursprung haben sie im Jahr 2001, als Gisela Winter drei Monate mit dem Casa Baldi-Stipendium des Senators für Kultur in Olevano, bei Rom verbrachte. Dabei faszinierten sie die Hausfrauen im Dorf, die sich in bunten Kittelschürzen täglich trafen und über die Arbeit im Haus, im Hof und den Kindern austauschten und Geschichten erzählten.

Die Grundform einer Kittelschürze bildet seither den Ausgangspunkt der Struktur dieser Reihe von surrealen Bildern, in denen die Malerin reale, fantastische, surreale, mythologische, historische, religiöse oder gar politische Motive zu wunderlichen, faszinierenden Kompositionen verbindet. Sie sind voller Anspielungen nicht nur auf vergangene, sondern auch auf heutige gesellschaftliche Zustände und können trotz ihres bunten, harmlosen Auftretens auf teils verstörende Geschehnisse und Situationen hinweisen, verborgen hinter einer wunderbar ornamentalen und dichten Gestaltung.

BLG Logistic group AG & Co.KG
Bremen

Martin Koroscha
Bilder

Januar bis Juni 2022

Die Bildmotive von Martin Koroscha scheinen einer seltsamen Welt zu entstammen. Sie zeigen meist menschenleere, weite Landschaften mit Gebäuden bzw. Gebäudeteilen oder Räume mit großen Öffnungen, die den Blick ins Freie, in eine vermeintliche Natur, auf Wiesen, Bäume, Bergketten oder Wasser frei geben.
Diese Landschaften sind stark abstrahiert. Dass es keine realen Orte sind, wird in seinen jüngeren Werken deutlich, die neben Landschaftsmotiven, wie etwa verschneite Bergketten im Horizont, immer häufiger geometrische Körper anstelle von Bauten enthalten, die keinen realen Bezug zur Landschaft haben.
 
Seine Bildvisionen zeigen zunehmend Motive aus dem Weltall, so unterschiedlich farbige Monde oder andere Planeten vor tiefen Sternehimmeln. Einzelne Quader schweben über Wiesen und Täler, aus Gebäudeteilen heraus oder stehen wie bizarre, farbige Monumente im Freien an eisblauen Gletschern oder vor zart schimmernden Bergketten in der Ferne.

In ihrer Klarheit und Exaktheit, den eindeutig umrissenen Farbfeldern und den gleichmäßig aufgetragenen Farbflächen, wirken seine Bilder grafisch und wie im Computer errechnet und konstruiert. Das täuscht, denn Martin Koroscha arbeitet traditionell mit Bleistift und Acrylfarben, macht Skizzen und Vorzeichnungen, berechnet perspektivische Fluchtpunkte und malt sehr akkurat und bedächtig. Seine künstlichen Welten entwickeln allerdings einen Sog, in den wir Betrachtenden hineingezogen werden, neugierig auf das Erleben anderer, der unserer ähnlichen, aber doch fremder Welten.