Kunstvermittlung

  • Pleinair-Malerei von Barbizon bis Worpswede

 

Die Geschichte der Pleinair-Malerei, der Freiluft- bzw. Freilicht-Malerei, beginnt im Frankreich des 19. Jh. Die Malerkolonie von Barbizon, die um 1830 gegründet wurde und bis ca. 1870 bestand, beeinflusste maßgeblich die Landschaftsmalerei in ganz Europa. Nach dem Vorbild von Barbizon wurden in der Folge zahlreiche mehr oder weniger bekannt gewordene weitere Künstlerkolonien gegründet von denen die wichtigste und letzte die Künstlerkolonie in Worpswede gewesen ist, gegerüdnet 1889.

Die Entwicklung dieser Malerkolonien, ihre Vorstufen und ihre wichtigsten Vertreter werden in diesem Vortrag vorgestellt.

 

 

 

Constant Troyon, Wasserlauf im Wald, 1860, LouvreCarl Vinnen, Moorlandschaft, 1900
 
  • Kultur aus der Tasse: Kaffee, Tee und Schokolade

 

Die Geschichte der Heissgetränke - ihr Ursprung, ihre Bedeutung in ihrer Ursprungsgegend, ihre Ankunft nach Europa und ihr Einfluss auf die europäische Kulturgeschichte, die Trinksitten und die damit zusammenhängende Entwicklung des Porzellangeschirrs vom 16. Jahrhundert bis heute - sind Gegenstand dieses Vortrags, der durch zahlreiche Bildbeispiele illustriert wird.

 

 

Bonnet, 1774
  • Das Zeitalter des Barock

 

Barock – mit diesem Begriff verbindet man in der bildenden Kunst dramatische Kompositionen und prächtige Farbigkeit ebenso wie Ruhe und Besinnlichkeit. Ausgehend von den barocken Schätzen der Kunsthalle Bremen bietet dieser Vortrag einen Überblick über die symbol- und bewegungsgeladene Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

 

 

Gandolfi, Allegorie des Reichtums, Kunsthalle Bremen
  • Malerei des Realismus

 

In der Kunst des 19. Jahrhunderts wird als Realismus eine Kunstauffassung bezeichnet, die ihre Motive und Themen  ausschließlich in der sichtbaren Welt und dem Alltag suchte. Sie entwickelte sich als Reaktion auf die idealisierende und historisierende Kunst der vorangegangenen Strömungen des Klassizismus und der Romantik. Dazu gehörte auch die Abkehr von der klassischen Ateliermalerei und das Zeichnen und Malen im Freien, ein Anliegen vor allem der so genannten "Schule von Barbizon" um 1850. In Frakreich sind damit die Namen besonders von Gustave Courbet aber auch von Jean-François Millet oder Honoré Daumier verbunden. In Deutschland werden zu den Realisten Maler wie Menzel, Leibl oder von Uhde gezählt, ebenso kann man das Frühwerk der deutschen Impressionisten dazu zählen.

Millet, Ährenleserinnen, 1857, Musée d' Orsay, Paris
  • "Realismen" in der Malerei des 20. Jahrhunderts

 

Der Begriff "Realismus" wird im 20. Jahrhunder als Bezeichnung verschiedener figürlich-gegenständlicher Strömungen internationaler Kunst verwendet, so z.B. dem Verismus bzw. der Neuen Sachlichkeit zwischen den Weltkriegen, dem Amerikanischen Realismus seit den zwanziger Jahren, dem Sozialistischen Realismus seit den 30er Jahren, dem Neorealismus oder dem Fotorealismus in den 60er und 70er Jahren.Jede dieser Strömungen hat ihre Besonderheiten, allen jedoch ist ein nachdenklicher,  hintergründiger oder  kritischer Blick auf die Wirklichkeit gemeinsam.

 

Otto Dix, die Journalistin Sylvia von Harden, 1926, Musée Nat. d'Art Moderne, Paris
  • Was bringt mir Kunst?

    

Gedanken zur Kunstbetrachtung: Man kann an Kunstwerken einfach Freude haben, sie können eine Umgebung aufwerten und schmücken.  Was kann mir die Auseinandersetzung mit Kunst aber sonst noch geben? Was kann ich dabei lernen,  was mir sowohl im Alltag als auch in bestimmten Situationen  nützlich sein kann? In welchen Zusammenhängen kann Kunst in einem weitesten Sinn die Persönlichkeitsbildung unterstützen?

Matisse 1905
  • Das Stillleben - eine barocke Spezialität.

 

Als Stillleben bezeichnet man in der Bildenden Kunst die Darstellung von Dingen, wie etwa Blumen oder Früchte, als eigenständige Bildgattung. Vereinzelt waren solche Arrangements von Gegenständen schon in der Antike zu finden. Seit dem Mittelalter wurde besonders der symbolische Charakter der abgebildeten Dinge wichtig.

Im 17. Jahrhundert entstand schließlich eine eigene Art von Stillleben, in denen sich die Kompositionen der Gegenstände regelrecht lesen und deuten ließen. Es war ein Anliegen der Maler, mit der Wiedergabe bestimmter Gegenständen eine symbolisch verschlüsselte Botschaft, bzw. gedankliche Inhalte zu vermitteln.

Um diese Sprache und die Entwicklungsgeschichte des Stilllebens geht es in diesem Vortrag.

Jan David de Heem, 1645, Nat.Gal. Washington

 

  • Trompe-l'oeil - Die Kunst der Augentäuschung

 

Seit der  Antike weitteifern Künstler um die möglichst genaue, täuschend ähnliche Wiedergabe der Natur bzw. der Dinge, die uns umgeben. Dieser Vortrag führt durch die lange, faszinierende Geschichte dieser Darstellungsweise, die sich vor allem seit dem 17. Jahrhundert zu einer eigenen Gattung entwickelt hat.

 

 

Pere Borell del Caso, Madrid, 1874, Banco d' Espana
  • Wols: "Sehen heißt, die Augen schließen"

 

Als Wolfgang Otto Schulze  wurde Wols 1913 in Berlin geboren und starb 1951 in Paris. Er gilt als wichtiger Vertreter des Tachismus bzw. des Informel. Von 1932 bis 1939 mit Unterbrechungen und ab 1940 bis zu seinem Tod hat er in Frankreich gelebt, ab 1945 vorwiegend in Paris. Zunächst war er hauptsächlich als Fotograf tätig, später zeichnete und aquarellierte er und ab Mitte der 40er Jahre wandte er sich ganz der Malerei zu. Unter dem Einfluss der Surrealisten experimentierte er mit antiakademischen Techniken und fand zu einem besonderen Malstil, der seine persönliche Befindlichkeit auf immer abstrakterer Weise offenlegte.

 

Wols, It's all over - The City, 1946, 81x81 cm, The Menil Coll., Houston

 

  • Die byzantinische Ikone - das Kultbild der Ostkirche


In diesem Vortrag geht es um die byzantinische Ikone als das zentrale Kultbild der orthodoxen Christenheit.


Bei diesen besonderen, faszinierenden Bildern geht es nicht etwa um eine Stilrichtung innerhalb der Kunstgeschichte, sondern in erster Linie um liturgisch wichtige Werke, die erst aus dem religiösen und kulturellen Rahmen der Ostkirche heraus begreifbar sind.

 

 

Christus Pantokrator, Sinai, 6. Jh.
  • Die künstlerischen Mittel. Vom Holzschnitt zur Klanginstallation

 

Ob Malerei, Skulptur, Zeichnung, Siebdruck oder Videoinstallation: die Mittel, mit denen Kunst gemacht wird, prägen ihre Erscheinung, unterstützen die Entwicklung eines Stils.

 

Dieser Vortrag kannin zwei Formen gehalten werden

a) als etwa einstündiger, allgemeiner Überblicksvortrag

 

oder

 

b) als Reihe von drei Vorträge zu den Themen:

 

  • Malerei (Wandmalerei, Glasmalerei, Mosaik, Tafelmalerei, Zeichnung)
  • Druckgrafik (Holzschnitt, Radierung, Kupferstich, Siebdruck
  • Neue Medien (Fotografie, Digitale Kunst, Videoinstallation)
Monet 1878Kölner Dom, 1280

 

  • Kunst aus Kunst - Inspirationsquelle:  Kunstgeschichte 


Viele Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit dem Werk von Kolleginnen und Kollegen aus früheren Zeiten. Bestimmte Werke der  Kunstgeschichte scheinen allerdings eine besondere Anziehungskraft auf spätere Generationen auszuüben und dienen oft als Inspiration für neue, faszinierende Kunst, realisiert in den unterschiedlichsten Medien: Malerei, Fotografie, Installation, Video, u.a.

 

Velazquez, Las Meninas 1656 Prado, Madrid
  • Expressive Tendenzen im 20. Jahrhundert: Von Max Beckmann bis heute

 

Der Begriff Expressionismus bezeichnet einerseits eine Epoche vor allem der deutschen Kunst im frühen 20. Jahrhundert. Als allgemeiner Stilbegriff bezeichnet er aber auch weitere expressive Tendenzen, die im Verlauf des letzten Jahrhunderts entstanden sind.

 

Dieses Thema kann als einstündiger allgemeiner Vortrag oder als Reihe von vier Vorträgen gehalten werden.

 

1: Expressionistische Tendenzen zwischen den Weltkriegen

 

2: Der Abstrakte Expressionismus - Action Painting und Farbfeldmalerei in den USA

 

3: Informel und Tachismus - Abstraktion in Europa

 

4: Neo-Expressionismus und Neue Wilde

Max Beckmann, Apachentanz, 1938, Kunsthalle BremenWillem de Kooning, 1955, Guggenheim, NY

 

Weitere Themen:

 

 

  • Radikaler Aufbruch: "Die Brücke"

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich die Künstlergruppe "Die Brücke" mit dem Ziel, die Kunst und die Gesellschaft radikal zu erneuern. Mit Ernst Ludwig Kirchner als treibende Kraft hatten die Mitglieder der Gruppe der Wunsch gemeinsam, die akademische Malweise hinter sich zu lassen und der Kunst eine völlig neue Richtung zu geben
 

 

  • Die Sprache der Geometrie: "Konstruktive Konzepte"

Parallel zur organischen Abstraktion von Kandinsky entwickelte sich im 20. Jahrhundert eine weitere gegenstandslose Formensprache, die sich durch geometrische Formen artikulierte. Dieser Weg führte vom Kubismus über den Konstruktivismus bis hin zu der minimal Art der 70er und zur Neo-Geo in den 80er Jahren des 20. Jahrhundert.

 

 

  • Die Zürcher Konkreten

Die "Zürcher Konkreten" waren eine Schweizer Künstlergruppe die innerhalb der konstruktiven-konkreten Kunst seit den 40er  Jahren eine eigene Position formulierte. Zu ihrem Kern gehörten Max Bill, Richard Paul Lohse, Verena Loewensberg und Camille Graeser.